Nationalpark Lauwersmeer

NationalPark Lauwersmeer

Das frühere Binnenmeer Lauwerszee sah vor 1969 wie das Wattenmeer aus. Die Gezeiten hatten hier freies Spiel und bildeten Priele und Rinnen. Salz- und Süßwasser vermischten sich. Die Ortschaft Zoutkamp lag am Meer und war ein lebendiger Fischereihafen.

Aus Lauwerszee wird Lauwersmeer

Bereits im Jahr 1600 gab es Pläne, die Bucht einzudeichen, aber weil damals die Schifffahrt eine überaus wichtige Einnahmequelle war, wurde das Vorhaben nicht umgesetzt. Nach der Weihnachtsflut 1717, der sehr viele Menschen zum Opfer fielen, beschloss man, das Dokkumerdiep abzuschließen. 1877 wurde auch das Reitdiep bei Zoutkamp abgeschlossen. Danach hatten die Gezeiten keinen spürbaren Einfluss mehr auf die Stadt Groningen.

Nach der Sturmflut 1953 fiel die Entscheidung zum vollständigen Deichschluss der Lauwerszee. So ist das Lauwersmeer entstanden. Ein einschneidendes Ereignis, das 1969 vollendet war. Die Ortschaft Zoutkamp traf diese Veränderung am härtesten; durch den Abschluss vom Meer verlor der Fischereihafen seinen Nutzen. Für die Zoutkamper bedeutete dies eine sehr schwere Zeit. Als am 23. Mai 1969 die Königin Zoutkamp besuchte, hing die Fahne sogar halbmast.

 

Das Lauwersmeergebiet hat sich in kurzer Zeit zu einem wunderschönen Naturgebiet umgewandelt. Der mit Wald und offenen Gebieten umgebene See eignet sich hervorragend für die Vogel zur Futtersuche, bevor sie sich auf ihre Reise in den Norden oder Süden aufmachen. Seit ein paar Jahren halten sich hier sogar Seeadler auf. Außerdem gibt es viel Wild.

Gern selbst das Gebiet erkunden?

Die Region um das Lauwersmeer heißt seit 12. November 2003 Nationalpark Lauwersmeer. Den Park kann man zu Fuß, mit dem Rad, Boot oder sogar Kanu erkunden. Am See entlang gibt es an mehreren Stellen Sonnen- und Badestrände. Ein perfektes Gebiet für Naturfreunde und Sportfans. Hier sind Sie zu Besuch bei der Natur!

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